Punktschweißen statt Löten

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Smackman85
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Punktschweißen statt Löten

Beitrag von Smackman85 » Di Okt 15, 2019 2:30 pm

Hi,

hab ich gerade in einem anderen Forum entdeckt.

https://batteryhookup.com/collections/c ... 885.2bd9ce

Sehr coole Idee die viel Zeit und Arbeit sparen dürfte. Jetzt ärgere ich mich das ich schon die Glassicherung, Lötkolben etc alles bestellt hab.... :D Mal sehen, vielleicht ändere ich doch noch den Plan.

mfg
Christian
braindeadx
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Re: Punktschweißen statt Löten

Beitrag von braindeadx » Di Okt 15, 2019 3:17 pm

Hey Christian,

ich selbst benutze ein DIY Schweißgerät aus einen Mikrowelle.
Wollte das noch nicht so sagen, weil her scheinbar alle Löten. :D

Schneller geht es in jedem Fall, aber ob besser?! wer weiß.
Smackman85
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Re: Punktschweißen statt Löten

Beitrag von Smackman85 » Di Okt 15, 2019 3:52 pm

Die meisten haben halt direkt nen Lötkolben zu Hause und so ein Punktschweißgerät ist ja auch nicht unbedingt so günstig. Selber bauen muss man neben den anderen Sachen auch immer erst mal noch machen.
Wenn man dann noch jede Zelle absichern möchte ist das meiner Meinung nach bisher mit Lötkolben zwar viel mehr arbeit aber besser zu realisieren gewesen.

Glaube ich schmeiß das bei mir noch mal um. Interressant wäre noch die Einschätzung wegen der Belastung Zellen vorne und Zellen hinten beim Laden / entladen. Die von Andreas angedachten 32mm² oder 36mm² Kupfer hat man damit ja nicht unbedingt erreicht.

vg
Christian
braindeadx
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Re: Punktschweißen statt Löten

Beitrag von braindeadx » Di Okt 15, 2019 4:05 pm

In Summe hat mich das Schweißgerät keine 20€ gekostet und es funktioniert sehr sehr gut.
Klar ich hatte ne alte Mikrowelle und einen Mikrocontroller rum liegen. (Hat auch nicht jeder)

Auf die Sicherungen habe ich im übrigen bisher komplett verzichtet.
Schaue ich mir Akkupacks für E-Bike`s an, sind dort auch keine Sicherungen eingebaut und deren Belastung ist um ein vielfaches höher.
Nicht das ich nicht Fan von "je sicherer, desto besser" bin.
Aber für meine Powerwall werde ich keine weiteren Sicherungen verbauen.
Die Temperaturüberwachung je Pack über das BMS reicht mir persönlich in Kombination mit einem kleinen Rittal Schrank völlig aus.

Das muss aber jeder letztlich selbst wissen finde ich.

Gruß
drbacke
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Re: Punktschweißen statt Löten

Beitrag von drbacke » Do Okt 17, 2019 4:52 pm

Coole Sache, war mir bisher nicht bekannt. Man müsste aber mal ausrechnen, wieviel Strom durch die Nickel Dinger geht.
Das ist für eine Powerwall unter Umständen nicht wirklich gut. Viele Unterschätzen die kleinen Querschnitte und die schlechte Leitfähigkeit von den Nickelstrips.
Beim EBike auf die Sicherungen zu verzichten kann ich nachvollziehen, da man dort mechanische Belastungen hat und die Drahtsicherungen dort schnell reißen.
Außerdem kann man industriell einfach besser schweißen als löten, ist also auch eine Kostenfrage.
Tesla nutzt z.B. auch die Drahtsicherungen.
In einer größeren Powerwall halte ich das für nicht so intelligent auf Sicherungen zu verzichten.
Du hast ganz andere Laufzeiten, Lasten und die Nähe zum Wohnraum. Das ist kein kleiner Bonus den du da gewinnst, denn du entkoppelst die Batterien elektrisch voneiander, zumindest im Schadensfall.
Bei den meisten Powerwalls sind nach 1-2 Jahren auch immer ein paar Sicherungen durch. Frag dich mal, was passiert wenn die nicht da sind.
Viele Grüße
Andreas
braindeadx
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Re: Punktschweißen statt Löten

Beitrag von braindeadx » Fr Okt 18, 2019 8:32 am

Die Argumente zur Sicherheit sind mir durchaus alle bewusst und ich bin ja kein Gegner der Sicherungen. :D
Deshalb auch die Verpackung in einen Rittal Stahlblechschrank, wobei ich diesen auch mit verbauten Sicherungen nutzen würde.
Für mich ist das zunächst genug Sicherheit. Aber wie gesagt, das muss ja jeder selbst entscheiden.

Für meine ersten 5 Pakete habe ich daher auf Sicherungen erstmal verzichtet um überhaupt den Umgang mit DIY Spot Welder und den Akkus kennen zu lernen.
Mit Hilfe eine Bar, lassen sich dann evtl. auch Sicherungen "schweißen" so wie Tesla das in etwa ja auch tut.
Das könnte der nächste Schritt sein. Werde das mal am Wochenende testen und berichten wie das dann aussieht.

Zu den Strips sei gesagt, das die Spezifikationen (Leitfähigkeit, maximale Belastung) ja bekannt sind.
Mehrere Lagen zu schweißen erhöht dann natürlich die mögliche Belastung.
Der Umgang und die mögliche Verarbeitung ist mega easy. Löten wie auch schweißen.
drbacke
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Re: Punktschweißen statt Löten

Beitrag von drbacke » Fr Okt 18, 2019 12:25 pm

Berichte auf jeden Fall mal, das ist ein ziemlich spannendes Thema. Sicherungen schweißen wäre schon eine tolle Sache, da das Löten schon erheblich länger dauert.
Ich habe aktuell einen Test am laufen, ob die Kapazität der Zellen durch das Löten beeinflusst wird.
GIbt natürlich ein Video darüber, aber ich würde die Ergebnisse schonmal vorher mit euch teilen.
Hier sind die Ergebnisse (4 Zellen jeweils 4x Kapazität vor und nach dem löten gemessen), da passiert nichts:
KapaLotTest.jpeg
KapaLotTest.jpeg (188.24 KiB) 604 mal betrachtet
Viele Grüße
Andreas
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Re: Punktschweißen statt Löten

Beitrag von braindeadx » Fr Okt 18, 2019 12:35 pm

Habe mir das mal für Samstag Abend auf die ToDo gesetzt. Werde dann ausführlich berichten.
Da ich nicht so einen Hammer Lötkolben mit 200W besitze, dachte ich mir, das die Temperaturen einfach zu hoch werden könnten und nutze eigentlich deshalb hauptsächlich das Schweißgerät. 8-)

Selbst wenn eine Lötstelle mal nicht sofort hin haut, dann hebst du dir die vermutlich auch für später auf, um dem Akku etwas Ruhe zum abkühlen zu bieten oder?
elton100
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Re: Punktschweißen statt Löten

Beitrag von elton100 » Sa Feb 29, 2020 6:13 pm

drbacke hat geschrieben: Do Okt 17, 2019 4:52 pm Coole Sache, war mir bisher nicht bekannt. Man müsste aber mal ausrechnen, wieviel Strom durch die Nickel Dinger geht.
Das ist für eine Powerwall unter Umständen nicht wirklich gut. Viele Unterschätzen die kleinen Querschnitte und die schlechte Leitfähigkeit von den Nickelstrips.
Beim EBike auf die Sicherungen zu verzichten kann ich nachvollziehen, da man dort mechanische Belastungen hat und die Drahtsicherungen dort schnell reißen.
Außerdem kann man industriell einfach besser schweißen als löten, ist also auch eine Kostenfrage.
Tesla nutzt z.B. auch die Drahtsicherungen.
In einer größeren Powerwall halte ich das für nicht so intelligent auf Sicherungen zu verzichten.
Du hast ganz andere Laufzeiten, Lasten und die Nähe zum Wohnraum. Das ist kein kleiner Bonus den du da gewinnst, denn du entkoppelst die Batterien elektrisch voneiander, zumindest im Schadensfall.
Bei den meisten Powerwalls sind nach 1-2 Jahren auch immer ein paar Sicherungen durch. Frag dich mal, was passiert wenn die nicht da sind.
Hi Andreas,

hast du Quellen für deine Behauptung dass nach 1-2 Jahren immer ein paar Sicherungen durch sind?
Versteh mich nicht falsch, ich bin auch für Sicherheit, aber mir ist z.B. in meinem gesamten Modellfliegerleben (30 Jahre) noch kein einziger LIPO Akku abgebrannt. War vieleicht auch nur Glück. Üblicherweise bekommen die Zellen mit der Zeit einen höheren Innenwiderstand und blähen sich auf (Alterung). Aber dass eine Zelle einen inneren Kurzschluss bekommt und dann in Flammen aufgeht, ist mir bisher noch nie passiert. Wenn man von LIPO-Bränden hört, wurde meist falsch geladen oder überladen. Daher meine Frage. Vieleicht sind 18650er auch empfindlicher!? Eine oder mehrere vertrauenswürdige Quellenangaben würden mich wirklich interessieren. Oder hast du das nur irgendwo "mal gehört"?

BG, Elton
Andy

Re: Punktschweißen statt Löten

Beitrag von Andy » So Mär 01, 2020 8:45 pm

Dein Ernst? Mir brennen jede Saison 3 oder 4 Akkus ab. Ich fliege RC seit ich 12 bin also jetzt 41 Jahre und bin ein "Speed Junkie" Ich sag nur SCORPION HKIII-5025-520 KV F3S EDITION (Speed). Ich fliege unter anderem sowas hier wie dieser Kollege.
http://www.hjk-speedwings.de/Flug-Video ... ONSTRATION.
Ein geblähter Akku brennt bei mir zu 20% kurz nach der Landung ab. Ich habe immer einen sandgefüllten Zinkeimer am Landeplatz stehen und das nicht weil es glatt ist. Ein LIPO für meinen Speedflyer lebt bei mir maximal 15 bis 20 Zyklen. Danach erbt die Akkus mein Sohn für seine normalen RC Flieger.

Ich hatte eine langen "Vortrag" fertig zu dem Thema aber ich spar mir das jetzt und mach es kurz und bündig.
Wir bauen unsere Akkupacks nach dem Tesla Vorbild. Ich für mich halte Schweißen für unsere Anwendung für ungeeignet.
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