Hallo, 1te Powerwall

Crash123
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Re: Hallo, 1te Powerwall

Beitrag von Crash123 »

Also ist die Messung des internen Widerstandes nicht so relevant? Wenn die Kapazität noch >80% des Ursprungs ist und der Spannungsverlust nach 30 Tagen <=0,01V beträgt ist alles ok und kann verwendet werden?
Nick81
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Re: Hallo, 1te Powerwall

Beitrag von Nick81 »

Wie gesagt, da gibt es verschiedene Strategien. Grundsätzlich gehen Zellen in der Regel nicht so schnell kaputt. Es ist zwar richtig, das eine Zelle am Ende ihres Lebens deutlich schneller an Kapazität verliert, aber wenn die Zellen in einer Powerwall im idealen Spannungsbereich (z.B. 3,4-4,0V) betrieben werden und auch keine hohen Ladeströme abbekommen (z.B. 0,5C), dann halten die Zellen noch sehr lange.

Der IR ist für andere halt teilweise ausschlaggebend dafür, ob die Zelle überhaupt in frage kommt. Ich habe einfach alle getestet und dafür halt nicht so viele im Vorfeld aussortiert. Andere sortieren vorher wegen dem IR aus. Es kann also durchaus sein, das die Wahrscheinlichkeit bei Zellen mit hohem IR grösser ist, das darunter Heater sind. Aber das muss nicht sein. Ich hatte eine ganze Reihe von LG Zellen, die ziemlich heiß wurden, der Ir war aber unter 80.
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Stefanseiner
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Re: Hallo, 1te Powerwall

Beitrag von Stefanseiner »

meistens decken sich aber auch die Werte bei Innenwiderstand und Restkapazität.

Ist der Ri hoch dann ist die gemessene Restkapazität auch schlecht und umgekehrt, das hängt unmittelbar zusammen
Nick81
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Re: Hallo, 1te Powerwall

Beitrag von Nick81 »

Hi Stefan, kann ich bei meinen getesteten Zellen nicht so bezeugen. Ich habe viele Zellen die noch eine höhere getestete Kapazität als laut Hersteller angegeben haben, obwohl sie einen hohen IR haben. Ich habe zwar nur die IR Werte von dem LiiTokala, die sind sicherlich nicht genau, aber wenn der Maximalwert von 125mOhm angezeigt wird, wird die Zelle zumindest einen höheren IR haben. Viele davon hatten noch volle Kapazität.

Hast du dazu eine Auswertung? Betrifft das bestimmte Zelltypen oder Chemie? Der Ir hängt ja auch von Zelltyp ab. Ich meine NCA haben immer einen höheren IR.
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Stefanseiner
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Re: Hallo, 1te Powerwall

Beitrag von Stefanseiner »

ich habe keine Auswertung gemacht, aber auf die Ri Werte vom LiitoKala habe ich noch nie geschaut da die absolut nicht verlässlich und auch nicht reproduzierbar sind.

Aber was man, gemessen mit einem Vapcell YR-1030, sehr schön sehen kann ist dass bei ein und demselben Zelltyp die Höhe des Widerstandes direkt mit der Restkapazität zusammenhängt. Bei den sehr oft in Laptopakkus verbauten Samsung 26F z.B. hatte ich die komplette Bandbreite von krachneu bis auf 1.500mAh ausgelutscht, und ab 2.000mAh etwa wa auch der Ri immer zu hoch. Die Werte verändern sich dabei fließend und proportional zueinander.
Richtige Ausreißer deuten dann auf einen richtigen Defekt hin. So habe ich z.B. auch einige gefunden, die noch eine topp Kapazität hatten, aber irgendwo ein Mini-Löchelchen, dass ich zuerst garnicht gesehen hatte. Aber der Ri war sehr hoch, also nochmal ganz genau unter die Lupe genommen und dann hat man meist ein Miniloch bei den Schweißpunkten, durch das die Elektrolytflüssigkeit bereits ausgetreten war
Nick81
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Re: Hallo, 1te Powerwall

Beitrag von Nick81 »

Wie schon geschrieben kann ich das nicht bezeugen. Zumal der IR "erstmal" nur aussagt, wie viel "Heizleistung" erzeugt wird, und dies erhöht sich mit dem Strom.
Ich hatte bislang noch keine Probleme mit Zellen mit hohem IR. Schließlich werden die bei mir auch nur mit max. 40A/80Zellen = 500mA geladen. Das sind bei 2000mA Zellen 0,25C. Da spielt der IR keine große Rolle.
Die zwei Zellen die im Pack defekt waren hatten 60 und 80 mOhms, allerdings bereits einen deutlichen Kapazitätsverlust, also auch da war es nicht anhand vom IR "vorhersehbar".

Aber wie schon mehrfach geschrieben, da hat jeder seine eigene Strategie.
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Crash123
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Re: Hallo, 1te Powerwall

Beitrag von Crash123 »

Ich habe mich entschlossen doch gleich auf ein 14S - System zu gehen, da die Querschnitte und die Erweiterung einfacher sind.

Wie würdet Ihr mein Starterpaket anordnen:
Packanordnung14S12P.png
Ich tendiere zu Bsp2. Gelb als Busbar und blau als 0,2mm Sicherungsdraht. 2 Batterien an einem Draht sollte ja eigentlich funktionieren.
schmue
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Re: Hallo, 1te Powerwall

Beitrag von schmue »

Ich würde 3 sagen. Kürzere Busbar ist immer gut.
Aber auch 2 wäre ne brauchbare Option. Wobei dann aber auch 2 Zellen auf einmal offline gehen könnten.
Würde ich also nur bei recht großen Packs machen.
Wieviele Zellen sind parallel?
Crash123
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Re: Hallo, 1te Powerwall

Beitrag von Crash123 »

Zum Start mal 14S24P. Die kürzeste Busbar wäre doch bei Bsp2, auch wäre die Herstellung der Busbar wesentlich einfacher. 😉 Ohne jetzt schon eine Berechnung angestellt zu haben hätte ich aus dem Bauch heraus eine 16mm2 Busbar angestrebt.
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Stefanseiner
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Re: Hallo, 1te Powerwall

Beitrag von Stefanseiner »

16mm² nehme ich für bis zu 60A

Die Stärke der Busbar richtet sich vA nach der Stromstärke, die Du abrufen möchtest.
Bei 16mm² fängt es schon an, nicht mehr ganz so bequem zu sein was die Verarbeitung / das Biegen / Löten angeht. Vorteil bei Beispiel 3 wäre, dass es 2x 8mm² Busbars sine die sich einzeln besser verarbeiten lassen und erst am Ende massiv werden

Falls Du auch Kupfer-EInzeladern aus normalen Kabel verwenden und verdrillen willst kann ich aus meiner bisherigen Erfahrung empfehlen:
für die Lösung Nr. 3 nimm 3x 2,5mm² (das Ganze dann doppelt = 15mm²)
für 1 und 2 dann 4x 4mm², das ist weniger Aufwand beim Abisolieren der einzelnen Adern als mit 6x 2,5mm² und preislich völlig egal.

Der Händler ivi-tec auf eBay hat günstig Einzeladerkabel für Busbars und auch dickes Batteriekabel
Hab da schon mehrfach bestellt, lief immer topp ab.
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