Anlagenplanung mit 10 KW PV und 10 KWh DIY Akku

Ihr habt auch eine Powerwall, gekaufte Solaranlage, kleinen DIY Batteriespeicher, selbstgebaute Powerbank oder E-Bike Akkus etc.
Zeigt es uns, wir sind gespannt auf eure Projekte, egal wie groß oder klein. Ihr könnt auch gerne eure YouTube Videos etc. zeigen.
Sonne Nutzen
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Re: Anlagenplanung mit 10 KW PV und 10 KWh DIY Akku

Beitrag von Sonne Nutzen »

cyberms hat geschrieben: So Mai 01, 2022 2:56 pm Hallo,

erstmal, cooles Projekt. Genau so möchte ich es hier auch bauen. Viele Fragen wurden hier auch schon geklärt, ein riesengroßes Danke an alle.
Eine Frage plagt mich noch. Ich möchte auch ein E-Auto laden. Als Wallbox habe ich aktuell eine Zappi.
Folgende Kriterien sind mir aber wichtig.

Prio 1, Speicher sollte geladen werden
Prio 2, Grundlast des Hauses abdecken, sofern möglich
Prio 3, das was über ist, ins Auto schieben. Ich möchte damit aber NICHT den Speicher leerfahren!
Prio 4, Wenn nötig, möchte ich den Wagen auch mit 10KW laden können, aus dem Netz. Auch hier wieder, der Speicher sollte nicht angetastet werden.

Hat einer Idee dazu?

Grüße
Stefan
Hallo Stefan, was ist dein Beweggrund das du den Speicher nicht benutzten möchtest für dein E-Auto ? Dafür ist er doch da oder verstehe ich da was falsch ?
Also das du den Akku schonen solltest und nicht so schnell entladen genauso wie du besser deinen Autoakku wenn möglich langsam lädst sollte klar sein. Aber sonst noch Gründe?
Bin mir nicht sicher aber denke die max. Entladeleistung sollte über den WR einstellbar sein.
DIY 2x12 (Süd Ost/Süd West)Ja Solar JAM72 415Wp + MPI5K + 16x 230Ah LiFePO4
DIY 20m² Steam Back Solarthermieanlage Fa. Volkssolaranlagen
Hyundai Ioniq FL
Paul_M
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Re: Anlagenplanung mit 10 KW PV und 10 KWh DIY Akku

Beitrag von Paul_M »

Hallo!

Tolles Projekt! Könnte mir gut vorstellen, mich genau daran auch mit den Komponenten zu orientieren. Jetzt kann ich gut was (nach)bauen, bin aber was selbst entwickeln angeht, nicht der Held. Zwei Sachen muss ich aber bei meinem Projekt anders machen:
1. Ich habe vier sehr unterschiedliche Flächen, die ich mit Solarpaneelen bestücken möchte. Das eine ist ein Wintergarten (Ausrichtung S), das andere ein Terrasse (Ausrichtung SO). Hier sind 31 Almaden M40 Module bestellt. Die sind zwar nicht sonderlich leistungsstark, passen aber ganz gut in die vorgegebenen Maße, sind lichtdurchlässig und sind Glaslaminate. Die dritte Fläche ist das Hausdach (Ausrichtung SW) und ein Schuppen (Ausrichtung NO). Hier denke ich noch drüber nach, welche Module da passen würden. Insgesamt könnten ca. 15 KWP zusammen kommen. Deswegen und wegen der unterschiedlichen Ausrichtungen meine ich, dass 2 MPI 5K nötig sind, die ich einfach ergänzend zu deinem Schema, parallel schalten würde.
2. Was mich aber wirklich umtreibt ist dein BMS. Wäre hier nicht ein 2A24S20P besser, zumindest wenn man diesen https://forum.drbacke.de/viewtopic.php?t=2745&start=10 Forenbeitrag liest?

LG

Paul
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Andi81
Vorsichtiger Stromfühler
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Re: Anlagenplanung mit 10 KW PV und 10 KWh DIY Akku

Beitrag von Andi81 »

Arc hat geschrieben: Fr Apr 08, 2022 12:20 pm
Arc hat geschrieben: Do Mär 17, 2022 5:38 am Wenn die Module mehr Strom können als der WR “schadet” es erst mal nicht. Wenn von 12 angebotenen Ampere der WR nur 10 A nutzen kann bleiben eben 2 A liegen.
Schlimmer ist es die Max. Spannungsgrenze des WR zu überschreiten, dann raucht der WR ab.
Vielleicht muss ich mich an der Stelle mal präzisieren.
Wenn ein Modul mit einem Kurzschlusstrom Isc von 9,5 A angegeben ist und der Strom des maximalem Powerpoint Imppt bei meinetwegen 8,3 A so bedeutet das zum einen dass der Isc nur in einem Kurzschlussfall soviel Strom liefern kann.
Der Tracker regelt in dem Leistungsbereich für den er ausgelegt Leistung über das Produkt von Spannung und Strom. Man könnte man auch die "First Line of Defence" nennen.
Die Second Line of Defence ist die Temperaturüberwachung des Trackers. Die regelt die Leistung eben auch in Anhänglichkeit der Temperatur der IGBT's im Tracker runter wenn es den Bauteilen zu warm wird.
Und es sollte auch noch eine Third Line of Defence geben. Das ist die Schmelzsicherung die in jedem String vorhanden sein sollte. Die schützt allerdings vor vor groben Überschreitungen des Nennstroms.
Also, einen "gewissen Überstrom "den ein String liefern kann ist tolerabel in Abhängigkeit der Qualität der Tracker-Designs, aber nicht bei einer ständigen Überlastung des Kühlsystems durch Fehlausegung der Strings. Insbesondere bei thermisch wackeligen Wechselrichten (die mit viiiel Lüfterleistung und wenig passivem Kühlkörper) würde ich mir mehr Gedanken zu Überstrom machen als bei thermisch stabilen WR die auch ohne Lüfter auskommen.
Die Robustheit der Auslegung ist genau die Stelle an der sich der sich wirklich der Unterschied in Qualität zeigt.
Bei Überspannung hilf auch alle Qualität nicht wenn die max. zulässige elektrische Feldstärke eines IGBT's überschritten ist schlägt der durch, ohne dass da vorher viel Wärme entstanden sein muss.
Noch dümmer wäre es sowohl mit der String-Spannung UND dem Strom oder über die zulässigen Grenzen zu gehen nur um das Maximum an Leistung herauszukitzeln. Die zu bewältigende Verlustleistung geht eben auch mit dem Produkt von Spann und und Strom.

Nichts desto Trotz zerlegt es irgendwann das robusteste Design und dann wird sich der Hersteller immer auf die Spezifikationsgrenzen zurück ziehen wenn es um Garantie geht.

Einiger Hersteller haben auf ihren Webseiten Tools veröffentlicht, auf Anhieb fällt mir Victron (excel) und Fronius (online tool) ein. Mit diesen Tools kann man ziemlich Idiotensicher die Belastungsgrenzen an Hand der Modul- und Stringparameter austesten.
Bei Fronius konnte man sogar Einstellung zur Überschreitung der Toleranzgrenzen der WR -Leistung machen.

In den Datenblättern der Module ist immer der Performanceverlust der Module über die Alterung angegeben. So dass man hoffen kann dass bei leichter Überschreitung der Parameter einem die Alterung der Module innerhalb der ersten 1 oder 2 Jahre entgegen kommt.

Grundlegend gilt jedoch immer: Je mehr Last oder Überlast um so schneller altert der WR oder Tracker. Grenzüberschreitende Auslegungen bedeuten eigentlich immer einen früheren Ausfall.

Nachtrag: Fronius gibt sogar vor bis zu welchem Grad ein WR AC und DC-seitig überladen werden darf ohne die Garantienedingungen zu verletzen.

Hallo Arc,

Danke für die ausführliche Ausführung, sehr aufschlussreich.

Ich bin für jede Hilfe dankbar. Die Module liegen da und ich hatte gehofft jetzt langsam auf dem richtigen Weg zu sein...aber jetzt kommen mir zweifel auf...

D.h. für mich im Umkehrschluss jetzt leider dass ich den MPP SOLAR - MPI5k für meine Module nicht verwenden sollte?

Ich habe Meyer Burger Module White 380 recht "günstig" erstanden
ISC 10,8A
Immp 10,3A


Der MPP SOLAR - MPI5k hat lt Anleitung eine Stromgrenze von 10A...
im Umkehrschluss brauche ich eine Alternative richtig?

Und wenn JA.... -> weiß jemand eine Alternative welcher WR den gleichen Funktionsumfang hat wie der MPP SOLAR - MPI5k aber mit mehr Strom klar kommt?

Gruß Andi
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